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Über die chronischen Krankheiten!
Wenn eine Krankheit Ihnen ständig Beschwerden macht, Sie in bestimmten Abständen immer wieder an den gleichen Symptomen leiden, spricht man von einer chronischen Krankheit. In der Homöopathie ist der Begriff Lebenskraft, oder moderner ausgedrückt die Selbstheilungskraft ein geflügeltes Wort. Damit läßt sich vieles, was mit unserem Körper bei chronischen Leiden geschieht, trefflich und logisch erklären. Um so verwunderlicher ist es, daß den meisten Menschen heutzutage diese Erklärung sehr fremd ist, was letztlich an einem anderen Verständnis von Krankheit in unserer Zeit liegt.
...lassen Sie mich etwas ausholen!
Wir werden alle mit einer individuellen Lebenskraft ausgestattet auf diese Welt gebracht. Wie stark unsere Lebenskraft ist, hängt zunächst von der Gesundheit unserer Eltern und den Umständen während der Schwangerschaft ab. In den allermeisten Fällen reicht diese Lebenskraft aus, um ohne therapeutische Hilfe gesund zu bleiben. Grundsätzlich besteht in uns das Potential, leichtere Erkrankungen (Schnupfen, Hautveränderungen, Entzündungen etc.) selbst auszuheilen, wenn die äußeren Umstände es zulassen, d.h. keine Unterdrückung von außen stattfindet, wie z.B. Schnupfenmittel, arzneiliche Cremes etc.. Reichen die Selbstheilungskräfte dafür nicht aus, müssen sie gefördert werden, was nicht mit Therapien möglich ist, die dem Organismus die Aufgabe der Krankheitsbekämpfung abnehmen. Denn das führt unweigerlich zu einer weiteren Schwächung der Lebenskraft und letztendlich zur chronischen Krankheit.
...wie fördere ich die Selbstheilungskräfte?
Zunächst sollten wir uns wieder verstärkt mit unseren körperlichen Reaktionen Vertraut machen. Viele körperliche Veränderungen bei Krankheiten sind Heilreaktionen, wie z.B. Fieber oder verstärkter Sekretfluß. Mit üblichen Therapien zielen wir ständig auf die Unterdrückung dieser so wichtigen Körperreaktionen. Um eine sofortige Besserung der Symptome zu erreichen, nehmen wir uns die Möglichkeit, die Erkrankung richtig auszuheilen. Das führt oft zu einer Rückkehr der Symptome, oder noch schlimmer zu einer Folgekrankheit in einer anderen körperlichen Ebene oder an einem anderen Wirkungsort. Deshalb sollten leichtere Erkrankungen zunächst sehr zurückhaltend therapiert werden, z.B. mit Bettruhe, Trinkkuren, Schwitzkuren, leichter Kost etc., um eine optimale Voraussetzung für das Wirken der Selbstheilungskräfte zu schaffen. Und genau das fördert die Lebenskraft, unsere Abwehr wird trainiert.
...und wenn die Selbstheilungskräfte nicht ausreichen?
Nach einer gewissen Erkrankungszeit wird deutlich, ob eine Besserung und Ausheilung der Krankheit absehbar ist, oder die Symptome weiterbestehen und sich vielleicht sogar verstärken. Dann ist es wichtig, mit individuell ausgesuchten homöopathischen Einzelmitteln die Lebenskraft zu stärken, anzuregen, diese Krankheit zu heilen. Dabei wirkt das homöopathische Mittel als Informationsträger für den Organismus, seine Aufgabe, die Wiederherstellung von Gesundheit, zu erledigen. Das Mittel selbst wirkt nicht gegen die Krankheit, Sie selbst werden wieder in die Lage versetzt, sich zu helfen, was wiederum ein Training für unsere Selbstheilungskräfte darstellt. Somit sind wir wieder ein Stück widerstandsfähiger.
...und wenn ich doch sofort unterdrückende Therapien anwende?
Wenn Sie noch über gute Selbstheilungskräfte verfügen, und die üblichen unterdrückenden Maßnahmen nicht regelmäßig angewendet werden, kann ihr Körper das eine Zeit lang mitmachen. D.h., wenn Sie eine Hauterscheinung mit Cortison behandeln, oder einen Erkältungsschnupfen mit Nasenspray, Paracetamol, etc., und Sie sind danach wieder völlig gesund, und das auf Dauer, ohne neue, andere Symptome zu bekommen, dann reicht Ihre Lebenskraft aus, diese Unterdrückungsmaßnahmen zu kompensieren. Leider ist das selten der Fall, und es kommt zu ständig wiederkehrenden Beschwerden, zu einem Wechsel des Wirkungsortes und oftmals auch zu schwerwiegenderen Symptomen. Nach der Hautkrankheit treten Bronchialbeschwerden auf, die Nase ist ständig trocken, es kommt zu Nebenhöhlenentzündungen, dementsprechend wird die unterdrückende Therapie forciert, immer häufiger werden Antibiotika eingesetzt, Darmstörungen können folgen, bald redet man von einer Immunschwäche, richtig gesund fühlen Sie sich schon lange nicht mehr. Auch viele Kinder müssen diesen Weg gehen, bis man verzweifelt nach Alternativen sucht. An diesem Punkt angekommen, findet der Organismus aus eigener Kraft nicht mehr den Weg zur Gesundheit zurück.
...was kann man tun, wenn man so weit gekommen ist?
Bei vielen chronischen Erkrankungen lassen sich typische Leidenswege zurückverfolgen. Hautleiden, Magen-Darm-Krankheiten, Kopfschmerzen, Erkältungsanfälligkeit, Asthma und chronische Bronchitis, ständige Blasenentzündungen, bis hin zu Gemütsverstimmungen, um nur einige zu nennen, sind Folge einer Störung der Lebenskraft. Ob diese Krankheiten homöopathisch behandelt werden können, hängt nicht nur von der Art der Erkrankung ab, sondern auch individuell von der Gesamtheit der Symptome des einzelnen Erkrankten, die es dem Homöopathen möglich machen, ein Heilmittel zu finden, und von bereits eingetretenen Organveränderungen. (siehe Artikel über Homöopathie)
Die Klassische Homöopathie geht andere Wege.
Auf jeden Fall bedarf es immer einer genauen Aufnahme der Krankengeschichte, um das passende Heilmittel zu finden. Die Behandlung wird in der Regel mehrere Wochen bis Monate dauern. Oft müssen bestimmte Verhaltensweisen während einer homöopathischen Kur eingehalten werden, wie z.B. regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus und Verzicht auf schädliche Einflüsse wie z.B. übermäßiger Kaffeekonsum.